Ein Briefing für die Berliner Stadtreinigung, vier eigenständige kreative Wege zur selben Botschaft.
Die Botschaft ist einfach: Sauberkeit im öffentlichen Raum ist eine Gemeinschaftsaufgabe, an der alle mitwirken können, mit der BSR an vorderster Front.
Statt sie in einem einzigen Spot zu vermitteln, habe ich vier tonal verschiedene Visionen entwickelt: von verspielt bis dokumentarisch, von niedlich bis schwarz-humorig. Jede transportiert dieselbe Kernbotschaft, spricht aber ein anderes Gefühl an.
Zwei fertige Clips und zwei ausgearbeitete Konzepte.
Ein verspieltes Fantasieszenario: Ein kleines Saugwesen lässt am helllichten Tag den Müll vom Spielplatz verschwinden. Die Auflösung mit einem Augenzwinkern: hinter dem sauberen Kiez stehen echte Menschen und die BSR.
Klick startet das Video, dabei wird eine Verbindung zu Vimeo hergestellt.
Das Beispiel des Saugwesens: Jede Einstellung beginnt als grobe Handzeichnung, wird als cleanes Storyboard generiert und schließlich zum fotorealistischen Startframe.
Die Idee zuerst, grob auf dem iPad, um Komposition und Charakterdesign festzulegen.
Die Skizze, mit KI sauber ausgestaltet. Komposition und Bildinhalt werden festgelegt.
Das fotorealistische Ausgangsbild für die Videogenerierung.
Die vier finalen Startframes des Spots
Für die dritte Einstellung sah das Storyboard eine Totale mit Spielturm vor. In der Umsetzung habe ich auf eine Nahaufnahme von Arm und Müllsack gewechselt. Sie vermittelt die Aussage „echte Arbeit" unmittelbarer und wird durch den Schnitt im Kontext interessanter. Das Storyboard ist ein Plan, keine Fessel.
Ein anderer Ton: Reportagestil trifft Humor und CGI. Eine Reporterin steht in einer vermüllten Berliner Straße, ein „Müll-Vulkan" bricht aus dem Asphalt, dann kommt der BSR-Wagen und saugt die Straße mit einem Energiestrahl sauber.
Klick startet das Video, dabei wird eine Verbindung zu Vimeo hergestellt.
Der Spot spielt mit dem Reportage-Format: erst die überzeichnete Katastrophe (Müll bricht wie Lava aus der Straße), dann naht der Retter in BSR-Orange. Der Humor macht die ernste Botschaft leichter verdaulich, ein anderer emotionaler Zugang als beim niedlichen Saugwesen.
Startframes: Müll-Vulkan, Reporterin, BSR-Wagen mit Saugstrahl, sauberer Boulevard
Die Reporterin-Einstellung ist nicht lippensynchron.
Ein Videomodell wollte diese Szene nicht lippensynchron ausgeben, da ein Sperrmechanismus ihm verbot, Szenen zu generieren, die als echte Nachrichtenszenen veröffentlicht werden könnten.
Bei einer echten Produktion mit entsprechendem Budget wäre ein Wechsel zu einer anderen Einstellung oder das Ausprobieren weiterer Videomodelle mit weniger Beschränkungen denkbar.
Der surreal-monumentale Weg: Berliner Wahrzeichen bekommen Gesichter. Das Brandenburger Tor und der Fernsehturm blicken auf ihre vermüllte Stadt und atmen auf, als die BSR aufräumt. Entwickelt bis zur Startframe-Stufe.
Startframes der sprechenden Wahrzeichen: surreale Markenwelt im BSR-Kontext
Der düster-humorvolle Weg als Storyboard: Warum liegt immer Müll neben dem Eimer? Weil jemand darin wohnt. Ein Mock-Horror-Setup mit leuchtenden Augen im Mülleimer, das in der BSR-Pointe aufgelöst wird.
Vollständiges Storyboard: neun Einstellungen mit Kameraführung und Textebene. Idee, Text und Bildaufbau stammen von mir.
Ein Briefing hat nicht eine richtige Antwort. Es hat mehrere.
Der Wert liegt nicht darin, einen Spot zu bauen, sondern darin, eine Botschaft von verschiedenen Seiten zu denken und dann zu wissen, welcher Ton zu welchem Publikum passt. Genau diese Auswahl ist die eigentliche Arbeit.